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Berlin: Siedlungen in Berliner Moderne sind UNESCO Weltkulturerbe

In Berlin baute man nach dem Ersten Weltkrieg einige bunte Siedlungen. Die sind heute UNESCO Weltkulturerbe.

Die Berliner Moderne ist ein prägender Architekturstil, der während und nach dem Ersten Weltkrieg in Deutschland aufkam. Klar Linien und Formen bestimmen diesen Stil. In dieser Zeit herrschte eine Wohnungsnot, neue Wohnungen mussten her und diese sollten auch noch praktisch und für jeden bezahlbar sein.

Einige der Siedlungen der Berliner Moderne wurden 2008 in die Liste der UNESCO Weltkulturerbe in Deutschland aufgenommen. Die Gartenstadt Falkenberg, die Siedlung Schillerpark, die Großsiedlung Britz, die Wohnstadt Carl Legien, die Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt im Stil der Berliner Moderne wurden unter Denkmalschutz gestellt. 

Die Berliner Moderne prägte den Sozialen Wohnungsbau des 20. Jahrhunderts enorm. Noch heute sieht man viele Häuser in diesem Stil, die das Stadtbild verändert haben, nicht nur in Berlin. Besonderheit an diesen Häusern der Berliner Moderne ist, dass sie weder einen Hinterhof, noch einen Seitenflügel besitzen. Dies war fast schon eine architektonische Revolution. Außerdem verfügen die Wohnungen über Balkone. Wichtig war auch, dass eigene Bäder und Küchen vorhanden waren, um den damals größtmöglichen Komfort zu schaffen und gleichzeitig genug Wohnraum.

Die Architekten der Berliner Moderne wollten keine Mietskasernen bauen, wie sie zur damaligen Zeit auch üblich waren. Stattdessen verbanden sie die Kunst mit der Architektur, entwickelten neue Gestaltungslinien. So sind die Siedlungen einzigartig geworden. Luftig, lichtdurchflutet und teilweise auch bunt muten die Fassaden an. Jede Siedlung der Berliner Moderne hat von den Architekten ihren ganz eigenen Stil bekommen. Der Architekt Bruno Taut war an den meisten Projekten beteiligt.

Die Gartenstadt Falkenberg zum Beispiel hat den Beinamen Tuschkastensiedlung. Hier prägen bunte Farben an den Fassaden und bunte Fensterrahmen das Bild. Die Großsiedlung Britz dagegen ist wie ein Hufeisen geformt und erhält somit ihren optischen Charme. Inmitten dieser Siedlung der Berliner Moderne ist eine große Grünanlage angelegt, die die Besucher dazu einlädt, sich mitten in der Stadt ins Grüne zu legen und die Sonne zu genießen.


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