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Hauptstadt Berlin:Tipps für die Wohnungssuche und das Leben dort

Sie ziehen nach Berlin? Lesen Sie hier unsere Tipps für eine erfolgreiche Wohnungssuche in der Hauptstadt, sowie Anregungen für Ihr Leben in Berlin.

Was Currywurst, Lippenstift und Hanf gemeinsam haben? – Ihnen fällt spontan nichts ein?! Dann helfen wir Ihnen gerne auf die Sprünge: Alle drei haben ein eigenes Museum in Berlin! So facettenreich und multikulti die Museenlandschaft der deutschen Hauptstadt ist, sind es auch die Bewohner selbst. Die Stadt, welche mehr Museen - nämlich 180 an der Zahl - als durchschnittliche Regentage pro Jahr (106) hat, kann Ihnen einiges bieten. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sie immer weiter wächst und neue Bewohner anzieht, die das lockere, bunte Leben in den Kiezen austesten möchten. Wenn Sie noch auf Wohnungssuche in Berlin sind, finden Sie hier nützliche Fakten zum Wohnungsmarkt in der Hauptstadt. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Plätze bei Berlinern beliebt sind und warum Sie auch getrost in die einstigen Problembezirke Marzahn, Neukölln und Co. ziehen können. 

Fakten zur Wohnungssuche in Berlin

Auf Wohnungssuche möchte man sich aktuell in allen größeren deutschen Städten nicht machen: Der stetig wachsende Bedarf an Wohnungen, die steigenden Mieten und oft hunderte Mitbewerber auf ein Mietobjekt, lassen die Suche oft zu einer Tortur werden. Damit die Wohnungssuche in Berlin für Sie nicht zur Qual wird und Sie gleich im richtigen Stadtteil eine passende Wohnung finden können, haben wir hier ein paar Tipps für Sie.

Ganz allgemein ist es sinnvoll, besonders zum Wochenanfang die Angebotsseite zu beobachten, denn nach dem Wochenende werden die meisten neuen Anzeigen in den Städten inseriert. Damit Sie keine neuen Angebote mehr verpassen, die genau zu Ihren Suchkriterien passen, können Sie auf WG-Gesucht.de einen sogenannten Suchauftrag einrichten. Welche Eckdaten Ihnen für die Wohnung wichtig sind, das Einzugsdatum und viele weitere Details stellen Sie dort ein. Per Mail werden Sie dann benachrichtigt, wenn ein neues Angebot inseriert wird, das zu den von Ihnen gewünschten Kriterien passt.

Das meiste Angebot an Wohnungen finden Sie in den Stadtteilen Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Neukölln. Hier sind durchschnittlich zwischen 348 und 295 Wohnungen inseriert. Rar hingegen sind die Wohnungen in Pankow und im Tiergarten – hier stehen Ihnen in den einzelnen Bezirken jeweils nur ungefähr 67 Wohnungsangebote zur Verfügung. Schnell sein, lohnt sich also.

In Mitte wohnt es sich aktuell am teuersten: Mit rund 873 Euro Monatsmiete müssen Sie hier rechnen. Nicht viel günstiger wohnen Sie in Friedrichshain oder Prenzlauer Berg. Ihren Geldbeutel schonen Sie dagegen in den Bezirken Lichtenberg, Wilmersdorf und auch im Wedding. Hier liegen die Mieten zwischen 685 und 730 Euro.

Wenn Sie auf der Suche nach einer großen Wohnung sind, stehen Ihre Chancen gut, dass Sie in Wilmersdorf oder im Tiergarten fündig werden. Hier sind die bei uns registrierten Wohnungen im Durchschnitt zwischen 71 und 75 Quadratmetern groß. Kleinere Wohnungen - mit circa 62 qm Größe - können Sie hingegen eher in den Stadtteilen Lichtenberg, Neukölln und Kreuzberg finden. Die beiden letzteren Kieze gewinnen übrigens immer mehr an Popularität, mehr dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt. 

Vom Problem- zum Szenekiez – Berlin ist eine Stadt im Wandel

Sicherlich haben Sie schon von den Bezirken Marzahn, Wedding, Moabit und Neukölln gehört - wenn auch vielleicht nicht gerade im positiven Sinne. Das allerdings könnte sich jetzt ändern, denn die einst durch negative Schlagzeilen ins Rampenlicht geratenen Berliner Bezirke werden zu immer beliebteren Kiezen.

Moabit ist Beste - Dieser Slogan ziert zahlreiche Tassen, Aufkleber und Jutebeutel im Kiez. Bekannt durch eine hohe Arbeitslosenquote entwickelt sich Moabit immer mehr zum Szenekiez. Besonders die niedrigeren Mieten sowie das wachsende Kultur- und Kneipenangebot machen den Bezirk immer beliebter. Die Bewohner von Moabit können zu Recht stolz auf ihre Wohngegend sein: Dort finden sich zahlreiche gemütliche Bars und Kneipen - kleine Geheimtipps für Jedermann. Ziehen Sie nach Moabit, können Sie sich am Wochenende auf einen Besuch in der Arminius-Markthalle freuen. Zwischen Obst- und Gemüseständen schlemmen Sie sich durch die Spezialitäten verschiedener Länder und erledigen Ihren Wocheneinkauf. Entspannen können Sie anschließend im vor wenigen Jahren eröffneten Spa oder im kleinen Tiergarten – Moabit ist einfach Beste.

Neu in Neukölln?- Berlin-Neukölln ist DER neu entdeckte Szenebezirk in der Hauptstadt und wird zum Hipster-Bezirk, ganz ohne großen Luxus oder Statussymbole. Neukölln ist international: Sowohl die Bewohner als auch die dort vertretenen Kneipen, Restaurants und Läden haben allerhand aus der ganzen Welt zu bieten. Kunst und Kultur findet sich an jeder Ecke. Vom Poetry Slam bis zur Neuköllner Oper ist für Sie sicher auch das Richtige dabei.

Wissenswertes im Wedding - Zwischen alten Fabrikgeländen und grauen Häuserfassaden tut sich etwas. Wedding ist wach! Dem Berliner Bezirk fehlt es womöglich noch etwas an Glamour, dennoch wandelt sich das einstige Problemviertel langsam. Drei Seen hat der Kiez zu bieten, Kanalwege am Nordufer entlang und kleine Kreativwerkstätte in alten Fabrikhallen. Altbau und Spätis gibt es eben nicht nur im Prenzlauer Berg, in Mitte oder Schöneberg, sondern auch der Wedding kann mithalten. Die Bar- und Kneipendichte ist aktuell noch nicht ganz so hoch, aber auf der Tegeler Straße, der Ausgehmeile Weddings, finden Sie sicher auch etwas, das Ihnen gefällt.

Marzahn macht sich - Günstigere Mieten locken Jüngere an, die frischen Wind nach Marzahn bringen und den Kiez mitgestalten. In Marzahn wird eigenes Bier gebraut, die zugehörigen Braukurse dazu angeboten und auch den Erholungspark "Gärten der Welt" finden Sie dort. Eine kleine Alternativ- und Kunstszene mit Ateliers und Ausstellungsräumen entwickelt sich langsam in Marzahn. So können Sie dort neben den Braukursen auch Lesungen, Konzerte und Filme erleben.

"Berlin! Oh du bist so wunderbar, Berlin!" - Was die deutsche Hauptstadt alles zu bieten hat

Berlin ist bekannt für seinen Baustellen-Flughafen: Immer neue Schlagzeilen über verschobene Eröffnungen, Pannen oder fehlerhafte Berechnungen machten lange die Runde. Doch Berlin hat nicht immer nur Pech mit Flughäfen. Weniger bekannt unter Zugezogenen - aber ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner - ist das Gelände rund um das Tempelhofer Flughafenfeld. Von dort aus starteten und landeten bis zum Jahre 2008 täglich Maschinen. Zunächst stillgelegt, wurde der Flughafen durch das stetig wachsende Interesse der Öffentlichkeit wieder für diese zugänglich gemacht und ist seither ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, Studenten und Touristen. Ob Picknick oder Drachensteigen auf den Rasenflächen, Grillen, Rad fahren oder auf historischer Spurensuche bei Führungen durch das Flughafengelände – für jede Alters- und Interessengruppe ist auf dem Tempelhofer Feld etwas geboten. Geschichtsträchtig macht den Flughafen übrigens seine Rolle für Berlin während der Besatzungszeit: Rosinenbomber, also Flugzeuge, die das besetzte Berlin mit Nahrungsmitteln über eine Luftbrücke versorgten, starteten und landeten von dort aus im Minutentakt. Nach der Stilllegung des Flughafens war zunächst die Bebauung des Geländes durch Wohnblöcke geplant. Die Berliner wollten "ihren" Flughafen allerdings weiterhin als Park und Erholungsgebiet nutzen. Da der Widerstand so groß wurde, entschied man sich für die öffentliche Nutzung des Flughafens und gegen eine Bebauung des Feldes.

Sind Sie sonntags im Berliner Stadtteil Wilmersdorf unterwegs, sollten Sie unbedingt einen Abstecher in den Preußenpark - auch Thaipark genannt - machen. Die große Liegewiese dort ist dann voll von bunten Sonnenschirmen, Bastmatten und Hockern, auf denen Thais und andere Asiaten landestypisches Essen für die Besucher zubereiten. Für wenig Geld können Sie sich hier durch die thailändische und asiatische Küche schlemmen. Die Atmosphäre auf der Thaiwiese ist entspannt und locker. Touristen, Asiaten oder waschechte Berliner genießen gemeinsam das exotische, thailändische Flair, die Gerüche und die verschiedenen Geschmacksrichtungen, welche die asiatische Küche zu bieten hat. Für alle eine kleine Auszeit vom Trubel der Großstadt.

Wenn sich Ihr Tag in Berlin langsam dem Ende zuneigt und die Abenddämmerung über die Stadt zieht, trifft man sich gerne an der Admiralbrücke in Kreuzberg. Dort können Sie bei lauen Temperaturen Ihren Feierabend, ein Bier und das Leben gemeinsam mit Menschen aus aller Welt genießen. Die 1882 erbaute Brücke, die noch ihr original Geländer sowie Laternen besitzt, ist ein beliebter Treffpunkt für eine abendliche „bottle party“. Hin und wieder finden sich auch Straßenmusiker auf der Brücke ein, welche ihren Namen übrigens dem früheren Admiral Adalbert von Preußen zu verdanken hat. Ganz untypisch für Berlin gibt es eine Sperrstunde für die Brücke: Ab 22 Uhr wird polizeilich für die Räumung der Brücke gesorgt, zum Wohle der Anwohner. Aber keine Angst: Ihr Abend kann dann in einer der vielen Kneipen in den umliegenden Kiezen weitergehen, für die es keine Sperrstunde gibt.

Für Ihre Wohnungssuche in Berlin wünschen wir Ihnen viel Erfolg. Wir hoffen, Sie lernen die bunte, hippe Stadt von Ihrer besten Seite kennen und fühlen sich wohl in unserer Hauptstadt. Falls Sie nicht gerne alleine leben, lesen Sie hier einige Tipps für die WG-Suche in Berlin.


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