Bremen ist das kleinste Bundesland Deutschlands und ein Zwei-Städte-Staat: zu der eigentlichen Stadt Bremen gehört noch das 60 km nördlich gelegene Bremerhaven. Durch die Nähe zur Nordsee gründet sich Bremens Wirtschaft auf den Außenhandel – besonders auf die Schifffahrt. Die Hafenstadt mit Weltrang ist hinter Hamburg der zweitwichtigste deutsche Außenhandelsstandort. Der Schwerpunkt des Warenumschlags ist allerdings nicht mehr in Bremen, sondern in Bremerhaven angesiedelt. Dort liegt das größte Container-Terminal der Welt.
Zwei Wahrzeichen wachen über die größte Stadt Norddeutschlands: die Rolandsstatue auf dem Marktplatz und eine Bronzestatue der Bremer Stadtmusikanten am Rathaus. Der Legende nach geht ein Wunsch in Erfüllung, wenn Besucher die Vorderbeine des Esels an der Statue berühren. Eine weitere Kuriosität: In der Freien Hansestadt an der Weser ist der Grünkohl braun. Die für die Bremer Spezialität Kohl und Pinkel verwendete Kohlsorte Blaue Markstammkohl enthält rote Pigmente in den Blättern, durch die der Kohl beim Kochen eine bräunliche Färbung erhält und würziger schmeckt. Nostalgiker fühlen sich im Bremer Finanzamt in Bremen-Mitte wohl: Dort verbindet ein Paternoster die Stockwerke.
Bremen hat eine abwechslungsreiche Hochschullandschaft. Neben der Universität Bremen können sich Studenten an der Hochschule Bremen, der Hochschule für Verwaltung, der Hochschule der Gesundheitswirtschaft, der Hochschule für Musik und der privaten Jacobs University Bremen einschreiben. Studieren in Bremen bietet Studenten neben dem Standard auch exotische Nischenstudiengänge wie den Frauenstudiengang Informatik. Beliebtes Studentenviertel ist das alternative "Viertel", eine umgangssprachliche Bezeichnung für die Ortsteile Ostertor und Steintor. Studenten finden dort ein buntes Nebeneinander von Designer-Boutiquen, Second-Hand-Läden, Döner-Buden, Öko-Wochenmarkt und Rotlichtviertel.