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Neukölln

Die Großsiedlungen Hufeisensiedlung und Gropiusstadt prägen das Gesicht des Berliner Bezirks Neukölln. Die Hufeisensiedlung im Stadtteil Britz mit etwa 2.000 Wohnungen entstand in den 1920er und 1930er Jahren, um die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg zu beseitigen und günstigen und hochwertigen Wohnraum mit guter Verkehrserschließung zu schaffen. Die rot-blaue Farbgestaltung rief viel Kritik hervor, ist inzwischen aber ein Markenzeichen der Siedlung in Berlin. Ein Teil der Großsiedlung, die Hufeisensiedlung im engeren Sinn, ist seit 2008 UNESCO-Welterbe. Die zweite Großsiedlung Gropiusstadt mit 18.500 Wohnungen im Süden von Neukölln entstand nach Plänen von Walter Gropius und gilt seit den 1980er Jahren als sozialer Brennpunkt.

Der schlechte Ruf hat Tradition im Berliner Stadtbezirk Neukölln, der bis 1912 Rixdorf hieß. Die Umbenennung damals war eine PR-Maßnahme, da Rixdorf als Hochburg von Kriminalität und schlechten Sitten galt. In den vergangenen Jahren haben die Negativzeilen um die Rütli-Schule und den Film "Knallhart" Neukölln ein negatives Image beschert. Doch die soziale Realität ist vielfältiger. Seit 2004 engagiert sich etwa das Integrationsprojekt „Stadtteilmütter in Neukölln“ erfolgreich, in dessen Rahmen Neuköllner Frauen ausländische Familien in Alltagsfragen beraten. Vor allem in Nord-Neukölln beginnt ein sozialer Umstrukturierungsprozess: Niedrige Mieten hatten zunächst Studenten und kreative Freiberufler angelockt, jetzt folgt der Mittelstand wie schon nach dem Mauerfall in Teilen von Berlin-Mitte, Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Den Wandel in Neukölln ermöglichte eine Agentur, die im Auftrag des Quartiersmanagements Hauseigentümer mit Mietern zusammenbrachte.

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