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Rotherbaum

In Rotherbaum regiert das Geld, traumhafte Villen, viel Grün und die Alster prägen diesen Stadtteil der Hansestadt Hamburg. Einwohner, die im Porsche zum Einkaufen fahren, sind keine Seltenheit. Bis zu 20 Euro Miete kostet der Quadratmeter in exklusiven Lagen. Allerdings hat Rotherbaum durch den Campus der Universität Hamburg und seine Studenten auch ein buntes und kontrastreiches Straßenbild, Porsche stehen so neben Fahrrädern.

Hamburg-Rotherbaum ist außerdem bekannt als Tennis-Mekka und für sein ehemals jüdisches Zentrum. Mindestens einmal im Jahr spielen die besten Tennisprofis der Welt in Rotherbaum, wenn der Deutsche Tennisbund das ATP-Turnier "International German Open" ausrichtet. Im 19. Jahrhundert war das Quartier Grindel Zentrum der jüdischen Gemeinde in Hamburg, deren Talmud-Tora-Schule als Gemeindezentrum 2007 wieder öffnete. Benannt ist der Hamburger Stadtteil übrigens nach einem der Stadtbefestigung vorgelagerten Wachposten mit einem rot gestrichenen Schlagbaum (rot(h)er Baum).

Unterschiedlichste Kneipen und Restaurants gibt es in Rotherbaum. In dieser Atmosphäre entwickelte sich die Geschichte des Szene-Lokals Onkel Pö, das vor allem nach dem Umzug nach Eppendorf in den 70er und 80er Jahren bekannt wurde. Udo Lindenberg widmete dem legendären Lokal eine Textstelle des Songs "Alles klar auf der Andrea Doria". Geschichtsträchtig ist auch das Abaton als das erste deutsche Programmkino. Für den ungewöhnlichen Namen entschied sich der Betreiber, weil er möglichst weit vorne im Telefonbuch stehen wollte.