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St. Georg

Exklusive Hotels und teure Wohnungen an der Alster einerseits und Drogenszene an Steindamm, Hansaplatz und Hauptbahnhof mit sozialem Wohnungsbau nur wenige Kilometer entfernt – Gegensätze prägen den Hamburger Stadtteil St. Georg. Das traditionsreiche Nobel-Hotel Kempinski Atlantic zählt zu den besten Hotels der Welt und hat mit Udo Lindenberg seit mehr als einem Jahrzehnt einen berühmten Dauergast.

In der jüngeren Vergangenheit galt St. Georg aufgrund seiner Probleme mit Drogenhandel und illegaler Prostitution als Problemviertel. Doch seit Ende der 1990er Jahre ist es wieder in, in St. Georg zu wohnen. Vor allem Jüngere zieht es in den Stadtteil der Gegensätze. Die multikulturelle, bunte Einwohnerstruktur der letzten Jahrzehnte wird durch die steigenden Mieten durch eine zahlungskräftigere Bevölkerung verändert. Mit etwa 15 Euro müssen Wohnungssuchende durchschnittlich in St. Georg rechnen. Die "Lange Reihe" gilt als eine der schönsten Altstadtstraßen von Hamburg mit den teuersten Eigentumswohnungen und Mietpreisen. Sie ist die bunteste Straße Hamburgs und die Hauptlebensader des Stadtteils. Die vielen Cafés sind vorwiegend in schwul-lesbischer Hand – und das obwohl das Katholische Erzbistums Hamburg seinen Sitz in St. Georg hat.

Auch das Deutsche Schauspielhaus liegt im Hamburger Stadtteil St. Georg, das mit etwa 1.800 Zuschauerplätzen als größtes Sprechtheater Deutschlands gilt. Seinen Namen verdankt der Stadtteil übrigens einem Lepra-Hospital, das um 1200 etwa einen Kilometer außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs nach dem heiligen Georg benannt wurde.