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Wiesbaden

Die hessische Landeshauptstadt ist eines der ältesten Kurbäder Europas. Schon zu Zeiten des römischen Reichs war Wiesbaden für seine kochsalzhaltigen Thermalquellen bekannt. Noch heute gibt es in der Innenstadt 14 heiße Quellen. Insgesamt sprudeln jeden Tag etwa 2 Millionen Liter heißes Wasser aus den Wiesbadener Quellen, die bis zu 2000 Meter tief sind. Weinrechtlich ist das Stadtgebiet Wiesbadens Teil des Rheingaus, des größten hessischen Weinanbaugebiets. Mit der Henkell & Söhnlein Sektkellerei sitzt und produziert außerdem ein namhafter Erzeuger in Wiesbaden. Der Firmensitz befindet sich im Henkell Schlösschen in Wiesbaden-Biebrich.

Der Neroberg ist der Hausberg Wiesbadens und beliebtes Ausflugsziel. Den 245 Meter hohen Berg kann man mit dem technischen Kulturerbe Nerobergbahn bequem hochfahren. Auf dem Neroberg liegt das 1933/34 im Bauhausstil angelegte Opelbad, das als eines der schönsten Schwimmbäder in Deutschland gilt. Entspannung bietet in Wiesbaden-Nordost auch der "Alte Friedhof".  Nach der Stilllegung Ende des 19. Jahrhunderts folgte in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Umwandlung der Anlage in einen Freizeit- und Erholungspark mit Grillanlagen und mehreren Kinderspielplätzen zwischen Grabsteinen, grünen Wiesen, und alten Bäumen.

Der größte Wiesbadener Stadtteil ist mit etwa 36.000 Einwohnern Biebrich. Studenten und junge Familien mit mittlerem Einkommen leben gerne im Wiesbadener Rheingauviertel. Multikulturell geprägt ist das Westend, die Mieten in dem jungen und lebendigen Stadtteil sind vergleichsweise billig. Ein gehobenes Wohngebiet mit vielen Villen dagegen ist Wiesbaden-Sonnenberg, das auch einem berühmten Lexikografen gefiel: Konrad Duden lebte und starb hier. Eine Besonderheit bieten die Ortsschilder der Wiesbadener Stadtteile Mainz-Kastel, Mainz-Kostheim und Mainz-Amöneburg durch ihren Namenszusatz. Obwohl die amerikanische Militärregierung nach dem Zweiten Weltkrieg die Stadtteile der hessischen Landeshauptstadt zuordnete, behielten sie ihren Mainzer "Vornamen".