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Legale Hanfprodukte: Entspannungshilfe in stressigen Studienzeiten

Das Studentenleben kann ganz schön stressig sein, zum Glück gibt es Möglichkeiten das eigene Wohlbefinden zu steigern.

Der Mythos, das Studentenleben sei vor allem von Faulheit geprägt, ist schon lange überholt. Die meisten jungen Menschen müssen mit einem geringen Budget haushalten und neben dem Lernen auch noch einen Job bewältigen. Beim Wohnen in einer WG kommen häufig stundenlange Diskussionen hinzu – Themen wie Abwasch, Ordnung und Sauberkeit stehen regelmäßig auf dem Programm. Wichtige Hausarbeiten und Prüfungen sorgen dafür, dass der bereits erhöhte Stresslevel weiter ansteigt. Gut, dass es legale Möglichkeiten gibt, mit Hanfprodukten zur Ruhe zu kommen und das eigene Wohlbefinden zu steigern.

Öl Tropfen
CBD-Öl gilt als ein wirksames, natürliches Entspannungsmittel.

Cannabidiol-Produkte liegen im Trend

Lange Zeit brachte man Cannabis vor allem mit dem Rauchen von Marihuana oder Haschisch in Verbindung. Menschen, die sich damit in einen Rauschzustand versetzten, wurden ebenso misstrauisch betrachtet wie „wilde, zügellose“ WG-Bewohner. Dabei wird Hanf schon mehr als sechs Jahrtausende zu medizinischen Zwecken, als Nahrungsmittel und zur Herstellung von Seilen, Segeltuch, Textilien etc. genutzt. Seit das nicht psychoaktive Cannabidiol (CBD) in der Cannabispflanze entdeckt und erforscht wurde, hat sich ihr Ruf deutlich gewandelt. Mit der Herstellung sowie Verbreitung von Cannabidiol Tropfen und Co. entstand ein regelrechter Hype um die Hanfpflanze.

Aktuelle Rechtslage in Deutschland

Die große Popularität von CBD-Produkten führte dazu, dass sowohl die Pharmaindustrie als auch das Bundesinstitut für Arzneimittel verstärkt ihre Aufmerksamkeit auf den Inhaltsstoff Cannabidiol der Hanfpflanze legen. Nichts desto trotz ist die Rechtslage umstritten. Nach langem Hin und Her wurde CBD in Deutschland als legal erklärt, jedoch mit Einschränkungen.

 

So muss es aus zertifizierten Nutzhanfsorten der EU stammen, darüber hinaus darf der THC-Gehalt von 0,2 Prozent nicht überschritten werden. Gleichzeitig gibt der Gesetzgeber vor, dass ausschließlich verarbeitete Hanfprodukte der Legalisierung unterliegen. D.h., CBD-Blüten, die beispielsweise geraucht oder in Form von Tee getrunken werden, müssten demnach als illegal angesehen werden.

Der Bundesgerichtshof (BGH) sorgte mit seinem Urteil vom 24.03.2021, Az. 6 StR 240/20, für Erleichterung bei Händlern und Konsumenten. Die Leipziger Richter stellten unter anderem fest,

dass CBD-Blüten aus Nutzhanf zwar ein Betäubungsmittel im Sinne des BtMG sind, jedoch unter Ausschluss von angenommenen Missbrauchspotentialen an Endverbraucher legal verkauft werden dürfen.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Mittlerweile belegen zahlreiche Studien, dass CBD bei vielen Beschwerden und auch Erkrankungen Linderung verschaffen kann. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Alzheimer
  • Diabetes
  • Entzündungen und chronische Krankheiten wie Arthrose, Fibromyalgie und Rheuma
  • Epilepsie
  • Hauptprobleme, darunter Akne
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Morbus Crohn
  • Multiple Sklerose
  • Schlaflosigkeit sowie Schlafstörungen
  • Stress, Anspannung, Ängste, Nervosität

 

Die meisten Käufer von CBD-Produkten nutzen diese zur Stressbewältigung sowie bei Depressionen, Angstzuständen und Schlafproblemen.

Besonders interessant ist eine Studie aus dem Jahr 2017, die von der Brightfield Group und HelloMD durchgeführt wurde. Demnach gaben 42 Prozent der Befragten an, dass sie durch die Hinzuziehung von CBD-haltigen Mitteln andere verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Medikamente absetzen konnten. Weiterhin beurteilten 80 Prozent der Studienteilnehmer, dass die Cannabidiol-Produkte sehr oder extrem wirksam seien. Nur drei Prozent stellten keinen nennenswerten Effekt fest.

 

Gestresster Student
Heutzutage lässt unser stressiger Alltag kaum noch Raum für Entspannung.

Auf der Beliebtheitsskala an erster Stelle: CBD-Öl

Beliebt ist vor allem CBD-Öl, das leicht dosierbar ist. Bestenfalls gibt man die Tropfen unter die Zunge, belässt sie dort bis zu einer Minuten und schluckt sie dann hinunter. Auf diesem Weg gelangt Cannabidiol schnell über die Schleimhäute in den Blutkreislauf. Wie bei allen CBD-Produkten ist die Wirkungszeit je nach Anwender unterschiedlich. Laut Erfahrungsberichten kann sie zwischen 15 und 60 Minuten betragen, der Effekt hält etwa vier bis sechs Stunden an.

In erster Linie werden Hanfblüten und –blätter der weiblichen Cannabispflanze verwendet. Sie verfügen über einen geringen THC- sowie hohen CBD-Gehalt. Zur Gewinnung von Cannabidiol wird meist das schonende und effiziente CO2-Extraktionsverfahren genutzt. Es garantiert den Erhalt des gesamten Pflanzenstoffspektrums, wozu neben CBD wertvolle Flavonoide, Terpene, Cannabichromen (CBC) sowie Cannabigerol gehören.

CBD-Öl kann darüber hinaus weitere – für unsere Gesundheit – nützliche Stoffe enthalten:

  • Spurenelemente und Mineralstoffe– beispielsweise Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Mangan, Natrium, Phosphor, Zink sowie Magnesium
  • Vitamine– insbesondere Vitamin E, das sich positiv auf den Serotoninspiegel auswirkt und Körperzellen schützt
  • Carotinoide– beugt Arterienverengungen vor, schützt vor frühzeitigem Altern und besitzt eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System
  • Chlorophyll– hilft bei der Zellenentgiftung und –reinigung, unterstützt die Zellatmung

In der Regel wird dem CBD-Extrakt Hanfsamenöl beigefügt. Es gibt jedoch auch Hersteller, die Oliven-, Traubenkern- oder Kokosnussöl bevorzugen. Der Vorteil von allen Ölen sind die beinhalteten Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren. Zum einen wirken sich diese positiv auf das Immunsystem und die Blutdruckwerte aus. Zum anderen tragen sie zur Zellregeneration bei.

CBD-Konzentration und Dosierung

Auf dem Markt befinden sich CBD-Öle mit unterschiedlich hoher Konzentration. Weit verbreitet sind zwei, fünf sowie zehn Prozent. Je mehr Cannabidiol enthalten ist, desto teurer ist das Endprodukt. Da die Wirkung von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, wird zu Beginn der Einnahme empfohlen, eine niedrige CBD-Konzentration auszuwählen. Lässt die Wirkung zu wünschen übrig, versucht man es mit einer höheren.
 

Wichtig zu wissen: Es gilt nicht die Regel, je höher die Konzentration desto größer der Effekt.
 

Da jeder Organismus anders reagiert, lassen sich kaum exakte Dosierungsempfehlungen geben. So manch ein Nutzer berichtet von dem guten Effekt nach der Einnahme von wenigen Tropfen eines fünfprozentigen CBD-Öls. Andere wiederum benötigen eine kleinere Menge mit geringerer oder eine größere Dosis mit höherer Konzentration. Anwender müssen es jeweils selbst für sich herausfinden, wobei sowohl die Menge als auch ggfs. die Stärke bestenfalls schrittweise gesteigert wird.

Welche Nebenwirkungen hat Cannabidiol?

CBD-Produkte gehen mit wenigen und geringen Nebenwirkungen einher. Insbesondere bei hohen Einnahmemengen wird teilweise von

  • unerwünschter Schläfrigkeit,
  • Appetitverlust sowie
  • Durchfall berichtet.

Trotzdem wird Schwangeren empfohlen, Cannabidiol nicht einzunehmen. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist erforderlich, wenn Arzneistoffe wie Diazepam sowie Omeprazol gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Aufbewahrung von CBD-Öl

Da CBD äußerst lichtempfindlich ist, sollte man bereits beim Kauf darauf achten, dass es sich in einer blickdichten Verpackung befindet. Weiterhin bewahrt man das Öl am besten an einem kühlen und dunklen Ort auf. Die Lagerung im Kühlschrank ist möglich. Wer diese Anforderungen umsichtig erfüllt, kann mit einer Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren rechnen. Wird es jedoch über einen derart langen Zeitraum aufgehoben, ist der Kühlschrank nicht der passende Ort, da sich in diesem Fall die Konsistenz des CBD-Öls verändert.

Bildquelle:

Bild 1: katinkah @ Adobe Stock #275038087
Bild 2: olly @ Adobe Stock #49309089

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