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Rheinland-Pfalz

Das Bundesland Rheinland-Pfalz ist römisch geprägt: Zahlreiche Städte gründeten die Römer auf heutigem rheinland-pfälzischem Gebiet. Mit Andernach, Boppard, Koblenz, Mainz, Speyer, Trier und Worms liegt eine Mehrzahl der ältesten Städte Deutschlands in Rheinland-Pfalz.  Die römischen Bauwerke gefallen auch der UNESCO, die den Dom in Speyer, den römischen Teil der Stadt Trier, die Kulturlandschaft des oberen Mittelrheintals sowie den 550 Kilometer langen obergermanisch-rätischen Limes zum Weltkulturerbe erklärte. Bei Touristen beliebt ist der 130 Meter hohe Loreley-Felsen rund 30 km von Koblenz entfernt.

Ein besonderes Naturschauspiel zeigt sich im rheinland-pfälzischen Andernach. Dort schießt alle 100 bis 120 Minuten Wasser aus einem Kaltwassergeysir bis zu 60 Meter bei Windstille aus dem Boden. Der Kaltwassergeysir ist damit der höchste weltweit. Das Besondere am Andernacher Geysir: Sein Wasser ist kalt und wird von Kohlenstoffdioxid-Gas aus der Erde geschossen, das sich unter der Erde angesammelt hat. Die gesamte rheinland-pfälzische Region weist eine frühere, vulkanische Aktivität auf.  Experten stufen den Rheingraben und das Neuwieder Becken als mäßig gefährdete Erdbebenzone ein. Zum letzten Mal bebte die Erde in Rheinland-Pfalz im Dezember 2010 mit der Stärke 3,4. Das Epizentrum lag zwischen den Mainzer Stadtteilen Finthen, Lerchenberg und Drais.

Rheinhessen ist das größte Weinanbaugebiet Deutschlands. Deshalb gehört Wein zu den wichtigsten Exportgütern des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Die Landeshauptstadt Mainz ist  seit Mai 2008 Mitglied im "Great Wine Capitals Global Network", einer Vereinigung der bekanntesten Weinanbaugebiete weltweit, und nennt sich seitdem selbstbewusst Weinhauptstadt. Mainz hat etwa 200.000 Einwohner und ist eine der Fastnachtshochburgen am Rhein. So verrückt wie an Fastnacht sind die Mainzer nach Fußball. Seit Juli 2011 tragen die 05er ihre Heimspiele in der Coface-Arena in Mainz-Bretzenheim aus.