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Wohnen und Leben in Deutschland

Etwa 81 Millionen Menschen leben in Deutschland. Wohnen hat bei vielen einen hohen Stellenwert: Der Mehrheit ist laut einer Befragung des TNS-Emnid-Instituts ihre Wohnung wichtiger als ihr Auto oder der Urlaub. Auf 96 Quadratmetern wohnt der Durchschnittsdeutsche, die meisten zur Miete. Das Angebot an Mietwohnungen ist sehr vielfältig und die Mietobjekte unterscheiden sich qualitativ meist nicht von Eigentumswohnungen. Ein solides Mietrecht bewahrt den Mieter vor kurzfristigen Kündigungen oder unverhältnismäßigen Mieterhöhungen. Die Mietpreise in deutschen Städten sind in Abhängigkeit von der Nachfrage sehr unterschiedlich. Der Trend weg vom Land, hin zu den Städten treibt die Mieten vor allem in beliebten Großstädten wie München, Hamburg, Frankfurt am Main oder Stuttgart. Nicht nur aufgrund der hohen Mietpreise sind Wohngemeinschaften weit verbreitet. Studenten und Berufstätige teilen sich eine Wohnung, um sich die Mietkosten zu teilen und in einer Gemeinschaft zu leben. Zwischennutzung ist ein beliebtes Prinzip, wenn Studenten zum Beispiel für ein Praktikum oder einen Auslandsaufenthalt den Wohnort für einen befristeten Zeitraum wechseln.

Trotz der Urbanisierung gelten die Deutschen als naturverbunden. Ein Ausdruck davon ist der neue Trend Urban Gardening, der Grün in die Stadt bringt: Mitten in der Stadt pflanzen Hobbygärtner dabei Blumen, Obst und Gemüse auf Häuserdächern oder in Hinterhöfen an. Engagement ist vielen Deutschen auch in anderen Bereichen wichtig. So betreiben zum Beispiel lokale Initiativen Plattformen im Internet, die sich Leerstandsmelder nennen. Dort listen Nutzer leer stehen Wohnungen und wollen so Druck auf die Eigentümer ausüben, den Wohnraum wieder nutzbar zu machen.  

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