Transporter oder Lkw: So berechnen Sie das Umzugsvolumen

Einen Umzug zu planen, kostet meist viel Zeit und Arbeit.

Mädel mit Umzugskarton
 

Neben allerhand organisatorischen Angelegenheiten sollte geplant werden, wann was eingepackt werden kann. Dinge, die man beispielsweise sehr selten braucht, können als Erstes eingepackt werden, solche des alltäglichen Bedarfs zuletzt. Eine perfekte Vorbereitung entscheidet darüber, ob der Umzug reibungslos über die Bühne geht.

Ein wesentlicher Teil des Umzugs besteht aus dem Transport des Hausrates vom alten zum neuen Wohnort. Steht kein Transporter oder Lkw im Bekanntenkreis zur Verfügung muss einer gemietet werden. Doch welche Größe sollte so ein Fahrzeug haben? Dies hängt vom Umzugsvolumen ab, das sich aus allen Kartons, allen Möbeln und Geräten zusammensetzt. Ist das Umzugsvolumen bekannt, lässt sich schnell ausrechnen, ob es günstiger ist, mit dem kleineren Transporter mehrfach zu fahren oder einmal mit dem Lkw.

Ladevolumen clever kalkulieren: So bereitet man sich vor

Eines vorweg: Es entscheidet nicht allein das Umzugsvolumen darüber, ob ein Lkw oder Transporter angemietet werden kann. Auch kommt es darauf an, welchen Führerschein man besitzt. Denn für einen Lkw muss, je nach Größe, eine entsprechende Fahrerlaubnis vorliegen. Ist das geklärt, geht es darum das Umzugsvolumen zu kalkulieren, um ein passendes Fahrzeug auszuwählen. Dabei geht es nicht nur um die Anzahl der Umzugskisten, sondern auch um alle Möbel, wie Sofa, Tische, Stühle und Co. Es macht Sinn, tatsächlich einmal durch alle Räume zu laufen und sich Notizen zu machen. Erstellt man eine Liste aus dem Gedächtnis heraus, kann man schnell den ein oder anderen Gegenstand vergessen.
 

Wer in ein WG-Zimmer zieht, sollte wissen, wie viel Platz er überhaupt zur Verfügung hat. Passen alle bisherigen Möbelstücke in die Räumlichkeiten oder muss etwas weichen? Genauso sieht es bei der Anmietung von Lkw oder Transporter aus. Genaues Planen vorab ist essenziell, denn ist das Gefährt zu klein, müssen mehrere Fahrten erfolgen. Das bringt schnell die häufig knappe Umzugskasse in Bedrängnis.

Die Kalkulation des Volumens: Was wird überhaupt transportiert?

Umzugswagen
Damit alles reinpasst, vorher die genaue Kubikmeteranzahl für Kartons und Co. bestimmen.

Wer einen Transporter bei SIXT und Co. mieten möchte, sollte sich zunächst genau aufschreiben, was transportiert werden soll. Schon bei den Umzugskisten gibt es verschiedene Größen: klein, mittel und groß. Kleine Umzugskisten haben erfahrungsgemäß ein Einfassungsvolumen von ca. 0,6 m³, die mittlere Größe eines von 0,08 m³ und die großen Kisten von 0,14 m³.

Kleinere Kisten haben den Vorteil, dass sie sich besser verteilen lassen. Allerdings bieten sie weniger Stauraum und müssen natürlich mit höherer Frequenz gepackt, transportiert und erneut ausgeräumt werden. Eine Mischung verschiedener Umzugskistengrößen eignet sich, um platzsparend zu agieren und im Lkw bzw. Transporter optimal Lücken zu füllen.

Raumüberblick hilft bei der Kalkulation

Clevere Umzugsaspiranten führen im Vorfeld eine Liste. Gut vorbereitet durch die geführte Liste,wird mit Sicherheit kein Möbelstück aus den Räumlichkeiten vergessen. Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Arbeitszimmer und Sonstiges – welche Räume müssen tatsächlich entleert werden und was befindet sich darin?

Nicht zu unterschätzen sind sperrige Möbelstücke, wie sie beispielsweise im Schlafzimmer zu finden sind. Wer ein Doppelbett transportieren möchte, sollte unbedingt vorab prüfen, ob es sich in möglichst kleine Teile zerlegen lässt. Klappt dies nicht, reicht ein Transporter aufgrund der Breite häufig nicht aus. Gleiches gilt für den Kleiderschrank. Ist es ein einfaches kleineres Modell oder handelt es sich um einen breiten Korpus? Inwieweit könnte er in Einzelteile zerlegt werden? Wichtig bei allen Möbelstücken: Welche Abmaße hat die längste Seite? Mit dieser Angabe fällt die Auswahl des Fahrzeuges für den Umzug leichter. Es muss mindestens diese Ladefläche aufweisen.

Welche Lkw und Transporter gibt es?

Es gibt verschiedene Transportmöglichkeiten für den Umzug. Abhängig von der benötigten Größe stehen beispielsweise kleine Lkw mit einem Laderaum von 3375 x 1740 x 1900 mm zur Verfügung. Wer mehr Platz benötigt, kann sich größere Lkw in einer Langversion mit einem Laderaum von 4217 x 1740 x 1798 mm und mehr mieten.

Um sich viel Muskelkraft zu sparen, gibt es sogar Lkw mit integrierter Hebebühne, die allerdings mehr Kostenaufwand bedeuten und meist eine Größe haben, für die eine entsprechende Fahrerlaubnis vorliegen muss. Aber: Eine optimale Planung bietet hier enormes Sparpotenzial. Und wenn man selbst nicht über einen entsprechenden Führerschein verfügt, kennt man vielleicht jemanden, der einen hat und hilft. Wer seinen Umzug gut vorbereitet, spart sich nämlich Mietzeit und kann den Lkw bzw. Transporter für eine kürzere Zeitspanne und damit günstigere ausleihen.

Voraussetzung dafür: genügend Helfer, eine Vorbereitung in alter und neuer Wohnung und Zuverlässigkeit. Je besser der Umzugstag vorbereitet ist, desto schneller kann alles abgewickelt werden. Vorsicht auch bei der Parkplatzsituation: In vielen Großstädten ist das häufig schwierig. Vor Wohnhäusern befinden sich oftmals Geh- oder Radwege, auf denen das Parken untersagt ist. Um unangenehme Vorkommnisse am Umzugstag zu vermeiden, bestenfalls vorher genau prüfen, welche Abstellmöglichkeiten für den Lkw bzw. Transporter gegeben sind. Die Beantragung einer Ausnahmeregelung für den Umzugstag ist beim zuständigen Ordnungsamt möglich, sollte aber rechtzeitig geschehen.

Beispiel für den Umzug in ein neues WG-Zimmer

großer Umzugswagen
Am Umzugstag: An Parkmöglichkeiten denken, damit es keine Strafen für falsches Parken gibt.

Viele WG-Sucher, unabhängig von der WG-Art, , haben tatsächlich nur wenige Kisten und Möbelstücke, wenn sie umziehen. Das folgende Beispiel soll zeigen, wie man das Volumen einzelner Möbel und Kartons berechnet. Die Summe aller Gepäckstücke ergibt dann das gesamte Umzugsvolumen, woraufhin der passende Transporter oder Lkw gewählt werden kann.

Das Umzugsvolumen in Kubikmetern wird wie folgt berechnet:

Meter Länge x Meter Breite x Meter Höhe = Volumen in m3

In unserem Beispiel ziehen die folgenden Möbelstücke und gepackten Kartons in das neue WG-Zimmer um:

- 5 große Umzugskartons (zu je 0,43 x 0,75 x 0,42 m)

- Bett (0,65 x 1,40 x 2,00 m)

- Mittelgroßer Kleiderschrank (2,05 x 1,20 x 0,60 m)

- Mittelgroße Kommode (1,00 x 0,80 x 0,45 m)

- Kleiner Schreibtisch (0,75 x 1,05 x 0,50 m)

- Bürostuhl (0,93 x 0,57 x 0,54 m)

- Stehlampe (1,80 x 0,28 x 0,28 m)

- Fernseher (0,68 x 1,06 x 0,25 m)

In der Summe ergibt das ein Ladevolumen von insgesamt 5,36 m3. Wenn bestimmte Möbel auseinandergebaut werden können, spart man Platz und hat eine bessere Möglichkeit zu stapeln.

Gemessen an diesem Volumen reicht vermutlich ein Transporter mit einem Laderaum von 1,39 × 1,65 × 2,33 m aus. Er bietet Platz für ein Volumen von ca. 5,8 m³. Allerdings können auch immer noch Kleinigkeiten hinzukommen, die man nicht berechnet hat, somit wäre empfehlenswert, einen Transporter zu nehmen, die etwas größer ist. Die Kosten für den Transporter lassen sich in vielen Städten deutlich reduzieren. Entscheiden sich Studierende dazu, ihren Hauptwohnsitz an ihren Studienstandort zu verlegen, gibt es etwa in Braunschweig eine Prämie. Das Begrüßungsgeld kann variieren, beträgt häufig zwischen 100 € und 250 € (die Stadt Wolfsburg zahlt beispielsweise 250 €).

 

 

Bilder

Abbildung 1: stock.adobe.com yossarian6

Abbildung 2: stock.adobe.com @ Africa Studio 

Abbildung 3: stock.adobe.com @ th-photo 

Der Artikel Transporter oder Lkw: So berechnen Sie das Umzugsvolumen in Magazin unterliegt dem Urheberrecht. Jegliche Verwendung dieses Textes, auch auszugsweise, erfordert die vorherige schriftliche Erlaubnis des Autors.

Einblenden Immobiliensuche