Studentische Wohnkosten im Sommersemester 2024: WG-Zimmer kosten durchschnittlich 479 Euro

WG-Zimmer-Mieten im Sommersemester 2024: Die durchschnittliche Warmmiete liegt bei 479 Euro und damit 4,7 Prozent über dem Sommersemester 2023.

Die Wohnkosten für Studierende in Deutschland bleiben auf hohem Niveau. Im Sommersemester 2024 kostet ein WG-Zimmer in deutschen Hochschulstädten durchschnittlich 479 Euro pro Monat. Gegenüber dem Sommersemester 2023 entspricht das einem Anstieg von 4,7 Prozent. Im Vergleich zum unmittelbar vorausgegangenen Wintersemester 2023/24 stieg die durchschnittliche Miete um rund sieben Euro.

Für die gemeinsame Analyse von WG-Gesucht.de und dem Moses Mendelssohn Institut (MMI) wurden 90 deutsche Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden untersucht. An diesen Standorten waren rund 89 Prozent aller Studierenden in Deutschland eingeschrieben.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick

  • 479 Euro kostet ein WG-Zimmer im Sommersemester 2024 durchschnittlich.
  • Gegenüber dem Sommersemester 2023 sind die Wohnkosten um 4,7 Prozent gestiegen.
  • Untersucht wurden 90 Hochschulstandorte mit mehr als 5.000 Studierenden.
  • In 73 Städten reicht die damalige BAföG-Wohnkostenpauschale von 360 Euro nicht für ein durchschnittliches WG-Zimmer.
  • In 45 Städten liegt sogar das günstigere Preissegment bereits oberhalb der BAföG-Wohnkostenpauschale.

Preisanstieg schwächt sich ab – Wohnkosten bleiben hoch

Nach den starken Mietsteigerungen der vorausgegangenen Jahre zeigt sich im Sommersemester 2024 eine etwas ruhigere Entwicklung. Gegenüber dem Wintersemester 2023/24 erhöht sich die durchschnittliche WG-Zimmer-Miete um rund sieben Euro. Im Jahresvergleich bleibt der Anstieg mit 4,7 Prozent jedoch deutlich.

„Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass die Wohnsituation für Studierende in Deutschland weiterhin eine große Herausforderung darstellt. Als führendes Online-Vermietungsportal sehen wir täglich, wie stark die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist. Transparente Daten zu Mietpreisen und zur Entwicklung des Wohnungsmarktes helfen dabei, die Situation für Studierende sichtbar zu machen und Entwicklungen frühzeitig einzuordnen.“

Annegret Mülbaier, WG-Gesucht.de

BAföG-Wohnkostenpauschale reicht an vielen Hochschulstandorten nicht aus

Besonders deutlich wird die angespannte Situation beim Vergleich mit der damaligen BAföG-Wohnkostenpauschale von 360 Euro. In 73 der untersuchten Städte liegt bereits die durchschnittliche WG-Zimmer-Miete über diesem Betrag.

In 45 Städten überschreitet sogar das untere Preissegment die Wohnkostenpauschale. An diesen Standorten sind rund 54 Prozent der Studierenden in Deutschland eingeschrieben. Damit ist insbesondere für Studierende mit begrenztem Budget die Auswahl an bezahlbaren WG-Zimmern stark eingeschränkt.

„Die steigenden Mieten belasten viele junge Menschen in der Ausbildungsphase enorm. Wenn das Wohnkostenbudget nicht einmal für ein einfaches Zimmer in einer Wohngemeinschaft reicht, bleiben kaum noch Alternativen. Das stellt eine ernsthafte Herausforderung für die finanzielle Situation vieler Studierender und Auszubildender dar.“

Dr. Stefan Brauckmann, Moses Mendelssohn Institut (MMI)

Große Unterschiede zwischen den Hochschulstädten

WG-Zimmer-Mieten im Sommersemester 2024: München 760 Euro, Frankfurt am Main 670 Euro, Berlin 650 Euro, Hamburg 610 Euro und Köln 560 Euro.

Auch zwischen den großen Hochschulstandorten zeigen sich deutliche Unterschiede. Im Sommersemester 2024 kostet ein WG-Zimmer in München durchschnittlich 760 Euro, in Frankfurt am Main 670 Euro, in Berlin 650 Euro, in Hamburg 610 Euro und in Köln 560 Euro.

Auch die Entwicklung gegenüber dem Sommersemester 2023 fällt unterschiedlich aus. Besonders deutlich ist der Anstieg in Frankfurt am Main: Dort steigt die durchschnittliche WG-Zimmer-Miete von 580 auf 670 Euro. In Hamburg erhöht sie sich von 570 auf 610 Euro, in München von 720 auf 760 Euro. Vergleichsweise geringer fallen die Veränderungen in Berlin mit 640 auf 650 Euro und in Köln mit 550 auf 560 Euro aus.

Methodik der Analyse

Die Analyse berücksichtigt Hochschulstandorte in Deutschland mit mindestens 5.000 Studierenden; Fern- und Verwaltungshochschulen sind ausgenommen. Grundlage sind Inserate auf WG-Gesucht.de. Berücksichtigt werden Angebote bestehender Wohngemeinschaften mit zwei bis drei Personen, bei denen ein Zimmer unbefristet und nicht als Tauschangebot angeboten wird.

Bei den ausgewiesenen Preisen handelt es sich um Warmmieten, die überwiegend bereits Kosten für Strom und Internet sowie die Möblierung und technische Ausstattung gemeinschaftlich genutzter Räume enthalten. Der Deutschlandwert wird anhand der Studierendenzahlen an den einzelnen Hochschulstandorten gewichtet.

Weitere Analysen zu studentischen Wohnkosten

Weitere aktuelle und langfristige Analysen zur Entwicklung der WG-Zimmer-Mieten finden Sie in unserem Bereich Studentische Wohnkosten.

Pressekontakt

Daten, Markttrends und Einordnungen von WG-Gesucht.de

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Annegret Mülbaier
WG-Gesucht.de
pr@wg-gesucht.de

Rückfragen zur Studie und O-Töne

Dr. Stefan Brauckmann
Moses Mendelssohn Institut (MMI)
Presse-FM@moses-mendelssohn-institut.de

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