Gäste in der WG: Empfehlungen für gute Gastgeber

Wir haben die besten Tipps, wie aus Mitbewohnern perfekte Gastgeber werden und sie dabei auch noch gute Mitbewohner bleiben.

Ob bei der gemeinsam organisierten WG-Party, dem Filmabend, beim Besuch von Familie und Freunden oder wenn Partner oder Partnerin vom Mitbewohner vorbeischauen – in der WG ist man nicht immer unter sich. Da ist es zunächst einmal gut, wenn sich nicht nur die Mitbewohner untereinander bestens verstehen, sondern auch mit dem „Anhang“ gut auskommen. 
 

Kaffeklatsch in der WG
Wenn Besuch ins Haus steht, sollte dies vorher mit den Mitbewohnern besprochen werden – vor allem, wenn die Gäste über Nacht bleiben.


Wenn sich zwei oder mehr Menschen eine Wohnung teilen, ist immer etwas los. Denn in der Regel hat jeder einzelne Mitbewohner seinen eigenen Freundeskreis und Familie und die kommen gerne einmal zu Besuch. Und wenn sie aus der Ferne anreisen, bleiben sie nicht selten sogar über Nacht.

Tipp: Für Übernachtungsbesuch bieten sich praktische Klappmatratzen an. Sie nehmen deutlich weniger Platz weg als ein Gästebett und lassen sich leicht verstauen. Abhängig von der Mitbewohnerzahl sollten im Idealfall gleich mehrere Klappmatratzen für möglichen Übernachtungsbesuch zur Verfügung stehen. Wenn alle zusammenlegen, ist das eine sinnvolle Gemeinschaftsanschaffung. Gute und günstige Klappmatratzen im Vergleich findet Ihr auf vergleich.org.

Freunde in der WG

Kommen die besten Freunde des Mitbewohners vorbei, ist das meist eine entspannte Angelegenheit. Hat man ebenfalls Lust auf Gesellschaft, gesellt man sich dazu, wenn nicht, zieht man sich in sein Zimmer zurück.

Wichtig: Von Anfang an Absprachen treffen!

Doch auch hier gilt, damit es wirklich so entspannt ist, müssen von Anfang an klare Absprachen getroffen werden. Folgende Dinge sollten immer gelten:

- Bei der Nutzung von Gemeinschaftsräumen mit dem Besuch wie Küche oder Fernsehzimmer sollten zuvor die Mitbewohner informiert werden. So können kollidierende Pläne vermieden werden.

- Die Mitbewohnerin steckt mitten in den Abschlussprüfungen? Der Mitbewohner hat Liebeskummer? Da könnte es vielleicht stören, wenn direkt im Zimmer nebenan laut gefeiert und gelacht wird. In einer WG sind Feingefühl und Rücksichtnahme gefragt.

- Jeder kümmert sich um seinen eigenen Dreck. Natürlich nur im wörtlichen Sinne. Es sollte selbstverständlich sein, die Küche so zu verlassen, wie sie vorgefunden wurde, wenn gemeinsam mit dem Besuch gekocht wurde – und zwar auch, wenn man laut Putzplan nicht mit dem Abwasch dran ist.

Wie verhält man sich bei Familienbesuch?

Ist es mit den Freunden noch entspannt, so wird es beim Familienbesuch eines Mitbewohners schon aufregender. Vor allem der kritische Blick von Eltern ist gefürchtet. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen, ist Zusammenarbeit gefragt.

Herrscht gerade Chaos und der Putzplan wurde länger nicht eingehalten? Dann sollten alle zusammen einmal richtig saubermachen und die Gemeinschaftsräume auf Vordermann bringen. Eltern haben oft doch etwas andere Ansprüche an Ordnung und es wäre unhöflich, sie zwischen Pizzakrümeln sitzen zu lassen.

Übrigens: Die Zimmer der Mitbewohner sind keine Hotelzimmer. Für Übernachtungsbesuch sollten sie nur nach vorheriger Absprache genutzt werden. Dass der Mitbewohner in den Semesterferien gerade irgendwo in Neuseeland auf einer Farm arbeitet, ist keine gute Gelegenheit zur Gästeunterbringung in seinem Reich ohne zu fragen, sondern schlichtweg unhöflich.

Damit der Familienbesuch sich wohl fühlt, ist es gerade beim ersten Aufenthalt in der WG nett, wenn die Möglichkeit besteht, alle Mitbewohner wenigstens kurz vorzustellen. Hier kommt es natürlich auch darauf an, welche Art von WG geführt wird. Bei der reinen Zweck-WG ziehen sich die Mitbewohner vielleicht lieber zurück, aber wenn man sich gut versteht, kann es eine schöne Sache sein, die Familien der anderen besser kennenzulernen. Denn auf diese Weise wird man auch an den Mitbewohnern noch neue Facetten entdecken. Das kann das Gemeinschaftsgefühl in der WG stärken und auch hier wird es familiärer.

Tipp: Eine nette Idee ist ein von allen Mitbewohnern gemeinsames vorbereitetes Essen für den Familienbesuch. Die Mitbewohner-Eltern werden sich so besonders willkommen fühlen und durch den guten Eindruck beruhigt sein hinsichtlich der Wohnsituation des Sprösslings.

Cocktails im Club
Damit sich auf der WG-Party alle wohlfühlen, gibt es einiges zu organisieren.

WG-Party – die Königsdisziplin

In den meisten WGs ist es früher oder später soweit – eine gemeinsame Party soll gefeiert werden. Der Anlass kann ganz unterschiedlicher Natur sein. Einweihungsfeier, Geburtstag oder einfach so – eine gemeinsame Party muss gut organisiert und abgesprochen sein, damit Gastgeber und Gäste sich gleichermaßen wohlfühlen. Zunächst ist es wichtig, dass die Party zusammen beschlossen wird. Ist ein WG-Mitglied nicht einverstanden, sollte es auch nicht überredet werden.

Anschließend gilt es die Einkäufe und praktische Dinge zu klären. Dazu gehört auch, festzulegen, wie viele Leute jeder einlädt und was der Besuch darf und was nicht. Welche Räume werden für die Party freigegeben? Welche Zimmer sind tabu?

Das perfekte Timing: Damit auch möglichst alle geladenen Gäste kommen können, sollte so geplant werden, dass die Party nicht gerade dann stattfindet, wenn viele noch mitten in einer Prüfungsphase stecken oder noch nicht aus den Semesterferien zurück sind. Gut geeignet ist immer ein Termin zu Semesteranfang, wenn alle wieder in der Stadt sind, aber noch keine Klausuren anstehen. Geprüft werden sollte auch, ob am gewählten Tag keine großen Unipartys anstehen, die eventuell Konkurrenz machen.

Party-Checkliste:

- Essen und Trinken: Wenigstens ein paar Getränkekisten und Knabberzeug sollten von der WG bereitgestellt werden. Dabei sollte auch eine leckere Auswahl für alle bereit stehen, die keinen Alkohol trinken. Zusätzlich können die Gäste gebeten werden, etwas mitzubringen. Im besten Fall ist die Bitte ganz konkret, damit nicht jeder dasselbe mitbringt.

- Musik: Die Playlist beeinflusst die Stimmung. Am besten erstellen alle Mitbewohner vorab gemeinsam eine Playlist mit Songs für jeden Geschmack.

- Musikanlage: Vielleicht gibt es im Freundeskreis einen Musikfan mit richtig gutem Equipment, das zur Party ausgeliehen werden kann. Damit die Party nicht frühzeitig von verärgerten Nachbarn beendet wird, immer die Lautstärke im Blick behalten oder einfach die Nachbarn mit einladen.

- Motto, Deko und Raumgestaltung: Wer sich für die WG-Party auf ein Motto einigt, kann die Räume entsprechend gestalten und dekorieren. Allgemein ist es eine schöne Idee, unterschiedliche Räume für unterschiedliche Zwecke zu gestalten: ein Raum zum Tanzen, einer mit Buffet und Getränken und eine „Ruhezone“ für gepflegte Gespräche.

Bildquelle:
Bild 1: Adobe Stock, © bernardbodo #211745455
Bild 2: Adobe Stock, © Jacob Lund #137068505


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