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Immer gut abgesichert: Diese Versicherungen brauchst du, wenn du in eine WG ziehst

Endlich stehst du auf deinen eigenen Füßen. Du ziehst aus deinem Elternhaus aus und du hast dir ein tolles Zimmer in einer netten WG gesichert.

Es ist ein spannender Abschnitt, denn du wirst neue Menschen kennenlernen, lachen, feiern, viel lernen und einfach erwachsen werden. Allerdings ist dabei nicht unbedingt alles mit Spaß verbunden, denn es gibt auch ein paar ernstere Themen, mit denen du dich auseinandersetzen musst, wie beispielsweise Versicherungen. Vor allem wenn du in eine WG ziehst, will der Versicherungsschutz gut geregelt sein. Wir zeigen dir welche Versicherungen du und deine Wohngemeinschaft unbedingt brauchen. 

 

Mädels beim Umzug
Wenn du in eine WG ziehst, solltest du dich im Vorfeld über notwendige Versicherungen informieren.

Eigentlich für jeden ein Muss: die Haftpflichtversicherung

Du bist zwar nicht dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, dennoch möchten wir dir dringend dazu raten. Besonders günstige, aber umfangreiche Tarife findest du beispielsweise bei der Gothaer. Vor allem dann, wenn du die Versicherung online abschließt, kannst du bei diesem Anbieter bares Geld sparen.

Ohne eine entsprechende Absicherung könnte dir unter Umständen der finanzielle Ruin drohen. Denn die Haftpflichtversicherung greift für gewöhnlich dann, wenn durch dich ein Sachschaden oder ein körperlicher Schaden an einer dritten Person entsteht. Normalerweise müsstest du ohne Versicherung mit deinem gesamten Vermögen haften, jedoch können solche Schäden sogar mehrere Millionen Euro betragen.

Die Haftpflichtversicherung deckt dann solche Forderungen ab oder versucht, sie ggf. abzuwehren, wenn die Ansprüche ungerechtfertigt sind. Bevor du jedoch eine Versicherung für dich oder deine WG abschließt, solltest du zunächst den Versicherungsschutz deiner Eltern überprüfen. Wenn du nämlich deine erste Ausbildung absolvierst oder studierst und du noch unter 25 Jahren bist, bist du für gewöhnlich noch bei deinen Eltern mitversichert.

Wichtig hierbei ist jedoch, dass deine Mitbewohnerinnen und Mitbewohner nicht mit versichert sind. Sie müssen eine eigene Haftpflichtversicherung haben oder eben bei den Eltern mitversichert sein. Bei Paaren oder Familien, die zusammenleben sieht das anders aus.

Haftung hängt von WG-Art ab

Grundsätzlich solltet ihr euch in der WG einmal unabhängig von der privaten Haftpflichtversicherung über das Thema Haftung unterhalten. Denn die Haftung bei Schäden in der WG kann euch spätestens beim Auszug treffen. Deshalb ist es wichtig, im Vorfeld solche Fragen abzuklären. Zunächst hängt die Haftung jedoch von eurer WG-Form ab. Grundsätzlich bieten sich hier vier verschiedene Varianten:

  1. Alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner sind gleichgestellte Hauptmieter in der WG.
  2. Die WG wird als GBR gegründet und ist quasi als Partei Hauptmieter.
  3. Du bist Hauptmieter und deine Mitbewohner sind deine Untermieter.
  4. Alle haben einen eigenen Mietvertrag mit dem Vermieter.

Sollten Schäden in der Wohnung entstehen haften bei der ersten und der vierten Variante immer die Personen, die für den Schaden verantwortlich sind. Bei der WG als GBR haftet die WG immer gemeinschaftlich gegenüber deinem Vermieter. Wenn du Hauptmieter bist, haftest du jedoch allein und bist für Schäden an der Wohnung verantwortlich. In jedem Fall ist also der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für dich sinnvoll.

Hausratversicherung und euer Hab und Gut ist sicher

Eine sogenannte Hausratversicherung kann ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung zum Schutz eurer WG sein. Sie deckt alle Schäden am Hausrat ab. Das schließt beispielsweise Möbel, Dekoartikel, Elektronik mit ein und was sich sonst noch innerhalb der Wände der WG befindet. Dabei sind Schäden durch Feuer oder Wasser abgedeckt sowie Einbrüche und Diebstahl.

Auch hier empfiehlt es sich, die Versicherung deiner Eltern im Vorfeld zu überprüfen. Ähnlich wie bei der privaten Haftpflichtversicherung ist es hier möglich, dass der Hausratschutz deiner Eltern unter Umständen noch in eurer WG gültig ist. Bist du Hauptmieter, kann dein Versicherungsschutz automatisch auf die Sachen deiner Mitbewohner übergehen.

Falls du nicht bei deinen Eltern mitversichert bist, solltest du dich um eine Hausratversicherung kümmern. Verschiedene Anbieter bieten sogar speziell Tarife für WGs an. Die Hauptsache ist aber, dass es sich um eine Mehrpersonenversicherung handelt.

Alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner werden in der Police namentlich aufgeführt und sind somit mitversichert. Falls es zu einem Wechsel in der WG kommt, was bekanntlich recht häufig der Falls sein kann, musst du die Versicherung unbedingt darüber in Kenntnis setzen. Ansonsten gilt der Hausratschutz nämlich nicht für das neue WG-Mitglied.

Krankenversicherung ist Pflicht

Kein Mensch kommt in Deutschland ohne eine Krankenversicherung aus. Entweder bist dabei gesetzlich oder privat versichert. Studierst du oder steckst in deiner ersten Ausbildung und bist noch jünger als 25 Jahre, bist du bei deinen Eltern mitversichert, sofern sie in einer gesetzlichen Krankenkasse sind. Warst du bislang privat versichert, hast du die Wahl, ob du es weiterhin sein möchtest oder du in eine gesetzliche Krankenkasse eintreten willst. Fest steht jedoch, dass du in Deutschland ohne Krankenversicherung nicht weit kommst.

Weitere wichtige Versicherungen

Für dein neues Leben auf eigenen Beinen in der WG solltest du aber noch über andere Versicherungen nachdenken, damit dein Leben etwas unbeschwerter wird. Eine private Unfallversicherung kann ebenfalls sinnvoll sein, um dich gegen ein hohes finanzielles Risiko abzusichern. Denn Unfälle können schnell passiert sein, egal wer schuld daran ist. Daneben solltest du dich gegen eine mögliche Berufsunfähigkeit rüsten und schon früh privat fürs Alter vorsorgen. Mit diesen Versicherungen bist beim Start ins WG-Leben auf der sicheren Seite.

Bilderquelle:

Bild 1: Stock.adobe.com © Ingo Bartussek #51873082

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