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Was kostet es, in einer WG zu wohnen?

Wieviel du für dein WG-Zimmer zahlen musst, hängt von vielen Faktoren ab - unter anderem der Lage und Größe. Doch es gibt viele Möglichkeiten, Kosten zu sparen. Welche das sind, liest du hier.

Rechnung mit Euro-Scheinen
Abbildung 1: Jedes Jahr aufs Neue steht die Nebenkostenabrechnung an. Sie führt nicht selten zu vermeidbaren Streitereien.

 

So pauschal gibt es keine Antwort auf die Frage, was eine WG genau kostet. Wer außerhalb der Stadt wohnt, kann mit etwas Glück einen Teil der Miete mit Gartendienst abarbeiten. In der Innenstadt, in einer komfortablen, modernen Wohnung kann das Wohnen in einer WG ziemlich kostenintensiv sein. Für den Preis je Quadratmeter spielen nicht nur die lokalen Mietpreise eine wichtige Rolle, andere Faktoren bestimmen die Höhe der monatlichen Zahlungen mit, so wie das bei anderen Mietwohnungen auch der Fall ist.

Was ist bei der Verteilung der Kosten in einer WG zu beachten?

Wichtig ist, dass es eine Regelung gibt, wie die Betriebs- und sonstigen Nebenkosten abzurechnen sind. Meist sind Vorauszahlungen für diese Kosten im Mietvertrag vereinbart, die für die gesamte Wohnung gelten. Welche Kosten hier genau dazugehören, ist in § 2 der Betriebskostenverordnung aufgeführt, beispielsweise der Allgemeinstrom für die Beleuchtung im Treppenhaus, Reinigungskosten, Kosten für den Hausmeister, Wasser- und Heizkosten, Müllentsorgung, Versicherungen. Die Mitbewohner müssen dann selbst eine Regelung finden, wie sie die Kosten gerecht untereinander aufteilen und wie sie mit Nachzahlungen verfahren.

Grundsätzlich muss die Umlage genau im Mietvertrag vereinbart sein. Sind Vorauszahlungen vereinbart, muss der Vermieter einmal im Jahr eine Abrechnung erstellen. Hat die Wohngemeinschaft über das Jahr zu wenig bezahlt, erfolgt eine Nachzahlung. Waren die Vorauszahlungen zu hoch, gibt es eine Gutschrift. Wer als Hauptmieter in der WG verantwortlich ist, muss seinen Mitbewohnern dann jedes Jahr ebenfalls eine Nebenkostenabrechnung erstellen, damit jeder seinen gerechten Anteil bezahlen kann. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten, um die Betriebskostenabrechnung richtig zu erstellen.

Kosten sparen mit geschickter Einrichtung

Schon kleinere Sanierungsarbeiten können dazu beitragen, die Strom- und Heizkosten jeden Monat zu senken. Außen an den Fenstern sollten sich Verdunkelungsrollläden befinden. Sie tragen dazu bei, die Strom- und Heizkosten zu reduzieren. Das muss eigentlich der Vermieter machen, aber Mieter können dahingehend zumindest Wünsche äußern. Einige Maßnahmen sind mit dem Vermieter vorher zu klären, wie das Anbringen einer sparsamen Toilettenspülung oder von wassersparenden Duschköpfen.

Mehrere Glühbirnen in einer Reihe
Abbildung 2: Die alten Glühbirnen sind wahre Stromfresser. Mit LEDs lässt sich richtig viel Geld sparen.

Für die Einrichtung der ersten Wohnung ist oft nicht allzu viel Geld da und es kommen viele gebrauchte Gegenstände in die Wohnung, beispielsweise auch alte Lampen und Stehlampen, die vielleicht noch bei den Großeltern auf dem Dachboden zu finden waren. Das kann sehr trendy sein. Allerdings sind alte Leuchtmittel alles andere als trendy. Mit LEDs lassen sich die Stromkosten weiter senken. Geschickt platzierte Lampen machen gleich noch einmal so hell. So kann ein einzelner Strahler, der auf eine weiße Wand leuchtet, ein großes Zimmer ausreichend ausleuchten, weil die helle Fläche das Licht zusätzlich reflektiert.

Mit Windstoppern, dicken Vorhängen und Teppichen an den Türen sinken die Heizkosten im Winter. Diese Maßnahmen sind gut für die gesamte WG, damit sie sich am Ende für alle auf der Abrechnung bemerkbar machen.

Der Stromanbieter – günstigere Alternativen finden

Über den Stromanbieter denken nur wenige Mieter nach, wenn es um die Abrechnung geht. Viele sind immer noch beim Grundversorger, den ehemaligen städtischen Versorgungswerken. Das sind allerdings meistens nicht die günstigsten Anbieter und nicht die günstigsten Tarife.

Mittlerweile ist es einfach geworden, die Tarife der verschiedenen Anbieter miteinander zu vergleichen. Die meisten stellen ihre Tarife online, sodass jeder sie einsehen kann. Wer einen Direktvertrag abschließt, kann gegenüber einem im Laden geschlossenen Vertrag meist zusätzlich ein paar Cent pro Kilowattstunde sparen. Kommt dann noch ein Neukundenbonus hinzu, lässt sich die Stromrechnung signifikant reduzieren.

Das geht allerdings mit einem gewissen Zeitaufwand einher, bis der passende Anbieter gefunden und der ganze Papierkram im Zusammenhang mit dem Anbieterwechsel erledigt ist. In der Regel laufen Stromverträge nur ein oder zwei Jahre und verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn der Kunde nicht kündigt. Ein Wechsel ist meist innerhalb einer Kündigungsfrist von wenigen Wochen möglich. Ähnliches gilt auch für das Internet, Kabelfernsehen oder Streamingdienste.

Studententarife helfen Kosten zu sparen

In vielen Situationen gibt es die Möglichkeit, Studentenrabatte zu nutzen, beispielsweise beim Kauf eines Computers, beim Internettarif oder beim Zeitschriftenabo. Auszubildende und Studenten zahlen in der Regel weniger. Das können Wohngemeinschaften nutzen, auch wenn nicht alle Bewohner Studenten oder Auszubildende sind. Ausschlaggebend ist der Status der Person, die den Vertrag abschließt und einen Nachweis vorlegen muss.

Versicherungen sind auch ein Thema

In der ersten eigenen Wohnung kommt auch zum ersten Mal das Thema Versicherungen auf den Tisch. Es ist ratsam, zumindest eine Hausratversicherung abzuschließen. In einer WG besteht die Möglichkeit, einen Vertrag für die gesamte Wohnung abzuschließen oder jeder WG-Bewohner versichert nur sein Zimmer. Allerdings brauchen die nicht alle Studierende. Wenn die Eltern einen Vertrag haben, der den Hausrat der studierenden Kinder am Studienort ebenfalls versichert, ist diese Versicherung natürlich nicht notwendig.

Vertraglich geregelt – für ein friedliches Miteinander

WG-Küche
Abbildung 3: Bei der Abrechnung ist es auch wichtig, die Kosten für die gemeinsam genutzten Räume gerecht auf alle Bewohner zu verteilen.

Dass es einen Mietvertrag gibt, versteht sich von selbst. Genauso selbstverständlich ist die Nebenkostenabrechnung. Doch in einer WG gibt es meist noch viel mehr Kosten, die auf alle zu verteilen sind. Welche das sind und wer wie viel bezahlen muss, beispielsweise für Gemeinschaftsgüter, Parkplätze, Internet oder andere Extras, sollte von Beginn an klar sein. Die entsprechende Abrechnung dafür zu erstellen, macht natürlich Arbeit. Allerdings trägt eine gerechte und transparente Verteilung der Kosten zu einer friedlichen Atmosphäre in der Wohngemeinschaft bei. Wenn alles von Anfang an schriftlich festgelegt ist, gibt es später keinen Streit. Das gilt auch für andere Themen, die häufig zu Streitereien in einer WG führen, wie der Putzplan, Einkaufsdienste oder andere Arbeiten für die Gemeinschaft.

Abbildung 1: Pixabay © stux (CC0 Public Domain) 

Abbildung 2: Pixabay © qimono (CC0 Public Domain)   

Abbildung 3: Pixabay © valenaammon (CC0 Public Domain)


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