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Wohnen für den kleinen Geldbeutel: Tipps zum preisgünstigen Leben in einer WG

Viele entscheiden sich aus Kostengründen für das Wohnen in einer WG. Um auch bei den Nebenkosten zu sparen, solltest du folgende Tipps beherzigen.

Blick über München
München. Eine schöne Stadt mit hohen Mietkosten.
 
Egal ob man Student, Minijobber oder Einwohner einer Stadt mit hohen Mietpreisen ist: Eine Wohngemeinschaft stellt oft die preisgünstigere Alternative zur Miet- oder Eigentumswohnung dar. Damit die Nebenkosten das ersparte Geld nicht gleich wieder verschlingen, sollte man jedoch einige Tipps beherzigen: 

1. Schon bei der Besichtigung auf die Nebenkosten achten

Die Höhe der Nebenkosten hängt nicht nur vom eigenen Verhalten ab. Das Gebäude, in dem man lebt, spielt ebenfalls eine große Rolle. Vor allem die laufenden Kosten für die Beheizung der WG unterscheiden sich je nach Heizart: Wenn man alle laufenden Kosten für Brennstoff, Strom und regelmäßige Wartung berücksichtigt, ist eine Gasheizung am kostengünstigsten. Aber auch die Nebenkosten, die beim Heizen mit Öl anfallen, sind eher moderat. 
 
Ein besonderer Glücksfall ist es, wenn der Vermieter eine Solarthermie-Anlage in der WG installiert hat: Durch die Bereitstellung von Wärme für die Heizung und das Warmwasser kann der Brennstoffverbrauch zusätzlich verringert werden. Als potenzieller WG-Bewohner macht es Sinn sich schon bei der Besichtigung einer WG nach der Beheizungsart zu erkundigen, um späterhin keine unliebsamen Überraschungen zu erleben.

2. Kleine Verbesserungen mit dem Vermieter besprechen

Natürlich kann man ohne die Zustimmung des Vermieters häufig keine Änderungen innerhalb der WG vornehmen, die man nicht ohne Spuren rückgängig machen kann. Es macht aber sowieso Sinn, sich mit dem Vermieter zu besprechen, wenn man Energie sparen möchte: Grundsätzlich ist eine energieeffiziente WG nicht nur gut für den eigenen Geldbeutel, sondern erhöht auch den Wert der Immobilie.
 
LED-Strahler in Großaufnahme
LED-Strahler können die Nebenkosten senken.
Um nach dem Beziehen einer WG Energiekosten zu sparen, ist keine Renovierung des Innenbereichs notwendig. Schon kleine Kniffe tun dem eigenen Geldbeutel nachhaltig gut. Das Anbringen eines Energiesparreglers an den Heizkörpern macht es möglich nur dann für eine angenehme Raumtemperatur zu sorgen, wenn sich auch tatsächlich Menschen in der WG aufhalten. 
 
Auch lassen sich Halogen-Leuchtmittel durch LED-Leuchtmittel austauschen – nach dem Wechsel einiger Glühbirnen sieht die Stromrechnung am Jahresende gleich freundlicher aus. Wer Glühbirne und Beleuchtungskörper aus einer Hand möchte, kann, nach Absprache mit dem Vermieter, LED Einbaustrahler kaufen. Wasserfeste Exemplare eignen sich übrigens auch zur Installation im Bad oder dem Außenbereich. 
 
Eine weitere Kostenfalle für WG-Bewohner stellt die Belüftung der Wohnung dar. Über gekippte Fenster entweicht über den Tag verteilt eine große Menge an Wärme. Anstatt die Fenster permanent auf Kipp zu haben, sollte man in den Morgen und Abendstunden Stoßlüften. Selbst ein geschlossenes Fenster kann den Energieverbrauch in die Höhe treiben, wenn es undicht sein sollte. 
 
Das lässt sich jedoch recht einfach überprüfen: Man zündet eine Kerze an und führt sie langsam am Fenster vorbei. Wenn die Flamme zu flackern beginnt, ist die entsprechende Stelle undicht und ein Gespräch mit dem Vermieter angebracht.

3. Nebenkosten verteilen

Die Aufteilung von Nebenkosten sorgt oft für Streit unter den Mitbewohnern. Um Stress im Zusammenleben zu vermeiden, ist eine möglichst gerechte Verteilung der Kosten oft sinnvoll, aber auch kompliziert. 
 
Steckdosenleiste mit vielen Steckern
Wer viele Elektrogeräte nutzt, sollte über Steckdosenleisten nachdenken.
Eine genaue Abrechnung des Wasserverbrauchs kann etwa erst nach der Installation eines speziellen Verbraucherzählers durchgeführt werden. Oft ist aber auch schon eine Verteilung der Nebenkosten nach bewohnten Quadratmetern zum Abbau von zwischenmenschlichen Spannungen zielführend und spart denjenigen Mitbewohnern, die auf kleinerem Raum leben, Kosten ein. 
 
Noch gerechter ist es nur diejenigen Nebenkosten, die tatsächlich mit dem individuellen Verbrauch zusammenhängen, pro Quadratmeter abzurechnen und pauschale Kosten wie die Müllabfuhr gleichmäßig pro Kopf zu teilen.

4. Das eigene Verhalten anpassen

Wenn die WG selbst energieeffizient und die Trickkiste zur Nebenkosteneinsparung ausgeschöpft ist, bleibt nur noch das eigene Verhalten, um die Kosten weiter zu senken. Auch hier sollte man einige Punkte beachten: 
 
Wer gerne vor dem Computer sitzt, Fernsehen schaut oder allgemein viele Elektrogeräte im Haushalt besitzt, sollte darauf achten abschaltbare Steckdosenleisten zu benutzen. Diese lassen sich nach Gebrauch einfach ausschalten, was Geldbeutel und Nerven schont.
 
Das Nutzen von Backöfen mit Umlufthitze, von Wasserkochern und die Benutzung von Thermoskannen zur Aufbewahrung von Kaffee spart Geld in der Küche.
 
Ein sparsames Nutzen von Spül- und Waschmaschinen, also deren Nutzung bei möglichst voller Auslastung, ist nicht nur kosteneffizient, sondern zudem nützlich, um den ewigen Streit wegen der Haushaltspflichten etwas zu entlasten 
 
Ein Bad zu nehmen, mag zwar entspannender als eine Dusche sein, aber treibt den Wasserverbrauch ordentlich in die Höhe. Egal ob man nun auf die Dusche umsteigen, oder seine Badewanne nicht missen möchte: Es gibt einige Techniken, um den Wasserbedarf einzuschränken.

5. Die Mitbewohner zum Sparen ermutigen

Natürlich ist man nicht die einzige Person im Haushalt, die mit ihrem Verhalten zur Verringerung der Nebenkosten beitragen kann. Eine WG – egal welcher Art – beruht prinzipiell auf einem geteilten Zusammenleben, das auch mit geteilten Pflichten, beispielsweise im Haushalt, einhergeht. 
 
Daher ist nichts Verwerfliches dabei das Sparen von Wasser, Wärme und Strom bei den Mitbewohnern anzusprechen: Oft freuen sich die WG-Genossen sogar über jeden Tipp, der ihnen Geld sparen kann. Schwarze Schafe, die entweder unbeirrbar bei ihrem Verhalten bleiben oder sich über gutgemeinte Ratschläge aufregen, gibt es natürlich immer. Aber nachdem man für einige Zeit zusammengelebt hat, kennt man die Marotten der Mitbewohner und weiß, wem gegenüber man welche Dinge ansprechen kann. 
 
Bildquellen:
 
Bild 1: stock.adobe.com, © magann
 
Bild 2: stock.adobe.com, © bluedesign
 
Bild 3: stock.adobe.com, © New Africa

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