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Saarland: Multikulturelles Grenzland im Südwesten Deutschlands

Durch seine Grenzlage profitiert das Saarland vom internationalen Flair und den wirtschaftlichen Beziehungen zu drei Nachbarländern.

 

Eine Besonderheit des Schulsystems im Saarland ist, dass sowohl Englisch als auch Französisch als Pflichtfremdsprachen vorgeschrieben sind. Die Deutsch-Französische Hochschule in Saarbrücken bietet Studiengänge mit Doppel- beziehungsweise Dreifachabschlüssen an. Diese können an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und Frankreich sowie bei Bedarf in einem dritten Land erworben werden.

Wirtschaftlich gesehen ist im Saarland heute die Keramik-, Automobil- und Informationsindustrie von Bedeutung. Stahlgewinnung und Bergbau spielen zwar auch noch eine Rolle, sind jedoch nicht mehr so stark vertreten. Durch die frühe Industrialisierung besitzt das Saarland eine gute Infrastruktur. Dies wirkt sich auch auf das Verkehrsnetz aus. Mit 704 Kraftfahrzeugen pro 1000 Einwohner ist es das Bundesland mit den meisten PKW-Zulassungen pro Kopf. Nachdem 1965 die Straßenbahn in Saarbrücken abgeschafft worden war, kehrte sie 1997 als „Saarbahn“ wieder zurück.

Baudenkmäler finden sich mit den römischen Ausgrabungen an der Obermosel und im Bliesgau. Außerdem gibt es den Hunnenring, eine keltische Befestigung in Form eines Ringwalls, in Otzenhausen. Die Völklinger Hütte, ein 1873 gegründetes, ehemaliges Eisenwerk, steht heute auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Der Dialekt, der in der Stadt gesprochen wird, wechselte im 18. Jahrhundert von Moselfränkisch zu Rheinfränkisch. Schließlich wurde daraus das so genannte „Saarbrigga Platt“.


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