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Insidertipp Stuttgart: Paternoster fahren im Stuttgarter Rathaus

Zwei Paternoster verbinden die Stockwerke im Stuttgarter Rathaus. Eine Probefahrt im Insidertipp Stuttgart kann jeder zwischen 8 und 17 Uhr machen.

Außenfassade des Stuttgarter Rathauses
Der moderne Marktplatzflügel des Stuttgarter Rathauses wurde zwischen 1953 und 1956 von Hans Paul Schmohl und Paul Stohrer erbaut.

 

Der technische Begriff Personen-Umlaufaufzug bezeichnet einen nostalgischer Aufzugstyp, der viele fasziniert: Der Paternoster. Im Stuttgarter Rathaus gibt es zwei der wenigen, die heute noch öffentlich in Betrieb sind. Sie sind der Insidertipp Stuttgart. 

Der Insidertipp Stuttgart war in Gefahr

Als das Rathaus 2004 umgebaut wurde, gab es Pläne, die beiden Paternoster durch neue Aufzüge zu ersetzen. Doch der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Schuster setzte sich für den Erhalt ein, für ihn sind die Paternoster ein charakteristisches Merkmal des Stuttgarter Rathauses. Zur Wiedereröffnung gab das Rathaus sogar eine Party. Schutzklappen an den Ein- und Ausstiegen leiten bei einer Neigung von 30 Grad sofort einen Notstopp ein. Gefährlich ist der Insidertipp Stuttgart also nicht. Doch ein elegantes Ein- und Aussteigen gelingt Anfängern nur selten.

Wer selbst eine Probefahrt im gemütlichen Tempo von maximal 0,3 Meter pro Sekunde machen will, kann das im Insidertipp Stuttgart an den Öffnungstagen des Rathauses von 8 bis 17 Uhr. Touristen, Reisegruppen und sogar ganze Schulklassen kommen speziell für die Fahrt mit den Nostalgie-Aufzügen ins Stuttgarter Rathaus. Und der Insidertipp Stuttgart ist sogar für Klaustrophobiker geeignet.

Die internationale Geschichte des Insidertipps Stuttgart

Junge Frau fährt in einem Paternoster
Aufmerksam sollten alle Nutzer des Paternosters sein, denn das Unfallrisiko ist dreißigmal höher als bei normalen Fahrstühlen.

Die Technik des Insidertipps Stuttgart wurde nicht in Deutschland, sondern in England entwickelt: Der erste Paternosteraufzug war ab 1876 im General Post Office in London in Betrieb und diente dem Transport von Paketen. Er vereinte bereits alle Merkmale der heutigen Paternostertechnik: Die zirkulierenden, aufrecht stehenden Kabinen, die allerdings noch als Behälter für den Warenverkehr fungierten. Dieser Aufzug diente später auch - wie der Insidertipp Stuttgart heute - der Personenbeförderung. Aufgrund des dreißigmal höheren Unfallrisikos als bei normalen Fahrstühlen sind viele der Nostalgie-Aufzüge heute nicht mehr öffentlich, sondern dürfen nur von Angestellten mit einer Schulung benutzt werden. Neben dem im Insidertipp Stuttgart fahren zum Beispiel im Rathaus in Wuppertal und im Wiener "Haus der Industrie" noch öffentlich zugängliche Paternosteraufzüge.

Der Name Paternoster kommt übrigens aus dem Lateinischen. Er bedeutet wörtlich "Vaterunser" und erinnert an die Ähnlichkeit zu einem Rosenkranz: Wie die Perlen an dem Gebetskranz sind auch die Kabinen des Aufzuges angeordnet.


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