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Wiesbaden: Schon Goethe kam wegen der Thermalquellen und Weine

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ist eine Kurstadt mit Tradition. Schon Johann Wolfgang von Goethe kam wegen der Thermalquellen – und der Weine.

Die Hauptstadt des Landes Hessen ist eines der ältesten Kurbäder Europas. Schon zu Zeiten des römischen Reichs war die heutige Landeshauptstadt von Hessen für seine kochsalzhaltigen Thermalquellen bekannt. Noch heute gibt es in der Innenstadt 14 heiße Quellen.

Die Thermalquellen inspirierten Goethe zu Reimen

Badekuren, Trinkkuren und Schwimmen im Thermalwasser helfen bei Entzündungen der Atmungsorgane und rheumatische Erkrankungen. Das Wasser von heißen bzw. Thermalquellen muss laut Definition bei Quellaustritt wärmer als 20 °C sein. Wiesbaden hat insgesamt 26 Thermalquellen mit Temperaturen zwischen 46 und 66 °C und eine Mineralquelle mit 14 °C. Insgesamt sprudeln jeden Tag etwa 2 Millionen Liter heißes Wasser aus den Wiesbadener Quellen, die bis zu 2000 Meter tief sind.    

Einige Hotels in Wiesbaden haben direkten Zugriff auf das Wasser aus den Thermalquellen wie etwa das Radisson Blu Schwarzer Bock Hotel in unmittelbarer Nähe des Kranzplatzes. Das Heilwasser verwendet das älteste Grandhotel Deutschlands in seinem historischen Badehaus. Schon Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe, Fjodor Dostojewski und Richard Wagner besuchten Wiesbaden wegen seiner Thermalquellen. Johann Wolfgang von Goethe reimte dazu: "Beim Baden sei die erste Pflicht, dass man sich nicht den Kopf zerbricht, und dass man höchstens nur studiere, wie man das lustigste Leben führe."

Wiesbaden frönt dem Alkohol

Vielleicht zogen die Künstler aber auch die Weine an, die Winzer auf 222 Hektar Rebfläche anbauen. Weinrechtlich ist das Stadtgebiet Wiesbadens Teil des Rheingaus, des größten hessischen Weinanbaugebiets. Heute zählt der Rheingau mit seiner Weinbaufläche von rund 3.100 Hektar im Sinne des deutschen Weingesetzes zu einem von 13 Anbaugebieten für Qualitätswein in Deutschland. An der Hochschule RheinMain können Studenten am Standort Geisenheim an einer Fakultät Weinbau und Getränketechnologie studieren. Die Forschungsanstalt Geisenheim ist eine der ältesten Forschungseinrichtungen des Wein- und Gartenbaus im deutschsprachigen Raum. 

Mit der Henkell & Söhnlein Sektkellerei sitzt und produziert außerdem ein namhafter Erzeuger in Wiesbaden. Der Firmensitz befindet sich im Henkell Schlösschen in Wiesbaden-Biebrich.


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