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Öko-WG: Mit Zeitung statt Klopapier zur Rettung der Welt

Kennzeichen der Bewohner einer Öko-WG sind Dreadlocks, Batik-Shirts und Bio-Fair-Trade-Produkte. Ihr Motto: Mit Zeitung statt Klopapier die Welt retten.

Fair-Trade-Ware
Die Öko-WG achtet auf Ernährung: Vegan und möglichst aus dem Fair-Trade-Handel sollten die Produkte sein.

Wie kann man die Welt vor dem Untergang retten? Ganz einfach: Zeitungen statt Toilettenpapier benutzen. Davon ist zumindest die Öko-WG überzeugt. In einer Öko-WG leben Alternative in einem unsanierten Altbau zusammen, die Männer mit Dreadlocks und Latzhosen, die Frauen mit Henna gefärbten Haaren und Batik-Shirts. Die Wände sind mit chemiefreier Biofarbe gestrichen, die Einrichtung stammt vom Sperrmüll oder ist selbstgebaut, gemeinsame Zeit wird im Park beim Jonglieren verbracht.

Alle Bewohner der Öko-WG sind Veganer und essen vorwiegend Körnermüsli aus dem Fair-Trade-Handel. Der Vorteil: Ein reines Gewissen. Der Nachteil: Bio-Fair-Trade-Produkte sind teuer. Die Lösung: Geld muss woanders gespart werden –  und zwar bei den Ener­giekosten. Prinzipiell sollte man daher im Winter beim Besuch der Öko-WG immer einen dicken Wollpulli tragen. Denn die Hei­zungen laufen bei gefühlten drei Grad nur eine Stunde täglich. Auf der Fensterbank in der Küche pflanzt die Öko-WG Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Basilikum an. So lässt sich trotz Platzmangels das Gefühl einer zumindest ansatzweise autarken Lebensweise erahnen. Und die Kräuter haben einen weiteren Vorteil: Sie vertragen niedrige Temperaturen und sind so für die energiesparende (für Nicht-Ökos: saukalte) Lebensweise geeignet.

Wer häufiger in einer Öko-WG zu Gast ist, sollte folgende "Do´s and Dont´s" beachten. "Do´s" in einer Öko-WG: Heimlich dreilagiges Toilettenpapier unter der Jacke  in die Wohnung schmuggeln, um nicht auf die Zeitung zurückgreifen zu müssen. "Dont´s" in einer Öko-WG: Sich dabei erwischen lassen. Stundenlange Diskussionen über den persönlichen Beitrag zum Weltuntergang wären die Folge.


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