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WG mal anders: Studenten ziehen vom Kinderzimmer ins Kinderzimmer

Wohnraum ist zu Semesterbeginn knapp. In Hessen bieten Eltern erwachsener Kinder bei "Kinderzimmer gesucht" leere Kinderzimmer als Übergangslösung an.

Viele Studentenwohnheime sind schon seit Wochen belegt, die Wartelisten lang – vielen Erstsemestern bleibt da nur die Möglichkeit, zunächst eine Übergangsunterkunft zu suchen. In Hessen bietet die Initiative "Kinderzimmer gesucht" diese Möglichkeit. Dabei vermieten Eltern erwachsener Kinder die leeren Zimmer ihrer Kinder an Studenten. Das bewahrt Studienanfänger vor der Obdachlosigkeit und bringt Leben ins Haus zurück.

Zwar träumen Studienanfänger nicht davon, von einem Kinderzimmer ins nächste zu ziehen. Doch die Initiative "Kinderzimmer gesucht" bietet die Möglichkeit, dass Studienanfänger wenigstens für die ersten Wochen eine Unterkunft haben und vor Ort nach einem WG-Zimmer oder einer Wohnung suchen können. Denn die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich der Wohnungsmarkt während des Semesters entspannt und die Suche dann einfacher ist. Eine Alternative für preisgünstigen Wohnraum sind auch Wohnungsgenossenschaften für Studenten.

Einen ähnlichen Ansatz wie "Kinderzimmer gesucht" verfolgt bereits das Projekt "Wohnen für Hilfe". Dabei leben Studenten mit Menschen in einer Wohngemeinschaft zusammen, die Hilfe benötigen und zahlen dafür weniger Miete. In der Regel gilt: Eine Stunde Arbeit im Monat pro Quadratmeter Wohnfläche. Insbesondere Senioren und Familien mit berufstätigen Eltern nehmen Studenten bei sich auf. Die Aufgaben sind vielfältig und reichen vom Einkaufen, Kochen oder der Gartenpflege bis zur Hausaufgabenhilfe. Durchschnittlich bleiben die Studenten zwei bis drei Jahre in der Wohnpartnerschaft "Wohnen für Hilfe".


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