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St. Georg: Die "Lange Reihe" ist bunt, schwul - und katholisch

Entlang der "Langen Reihe" in St. Georg liegt das Hamburger Lesben- und Schwulenviertel - direkt im Zentrum des Katholischen Erzbistums Hamburg.

In St. Georg, direkt hinter dem Hauptbahnhof gelegen, leben auf 1,8 Quadratkilometern mehr als 12.000 Menschen in zumeist kleineren, älteren Wohnungen. Von ihnen stehen einige mittlerweile unter Denkmalschutz, darunter Fachwerkhäuser. Im Zweiten Weltkrieg wurde die gründerzeitliche Bebauung allerdings weitgehend zerstört. 1970 erfolgte dann eine behutsame Sanierung. In der Folge fand sich eine multikulturelle und bunte Einwohnerstruktur zusammen, entlang der „Langen Reihe“ liegt das Hamburger Schwulen- und Lesbenviertel.

Die „Lange Reihe“ gilt als eine der schönsten Altstadtstraßen Hamburgs mit den teuersten Eigentumswohnungen und Mietpreisen. Sie ist die bunteste Straße Hamburgs und die Hauptlebensader des Stadtteils. Die vielen Cafés sind vorwiegend in schwul-lesbischer Hand. Und auch sonst geht es hier bunt, multikulturell und tolerant zu.

In der „Langen Reihe“ startet jährlich die Parade zum Christopher-Street-Day. Gleichzeitig liegt die „Lange Reihe“ im Zentrum des Katholischen Erzbistums Hamburg, das seinen Sitz in St. Georg hat. Trotz aller offensichtlichen Unterschiede haben sich das Katholische Erzbistum und das Schwulen- und Lesbenviertel mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen in St. Georg immer gegenseitig respektiert.

Neben kleine Cafés und Restaurants reihen sich hier einige kleine Geschäfte aneinander. Auch viele Prominente sind in der Langen Reihe Zuhause. St. Georg ist ein Stadtteil von Hamburg mit einer sehr hohen Promidichte. Auch der Schauspieler Hans Albers, der einst die Reeperbahn auf St. Pauli besang, ist hier geboren.

Doch St. Georg war nicht immer ein so vielfältiger und exklusiver Stadtteil von Hamburg. Früher lebten hier mehr ärmere Leute, es gab einige Handwerkerbetriebe und die Läden waren dementsprechend ausgerichtet. Heute sind es eher kleine Boutiquen und Straßencafés, die man in St. Georg und auch auf der Langen Reihe findet.


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